Steine ins Rollen gebracht (RP vom 14.12.09 - Julia Bertenburg)

14.12.2009 (Alter: 264 tage)

Von: Julia Bertenburg - RP

Wer den Ortskern des Höhendorfes betritt, wird in Zukunft auf besondere Weise 

willkommen geheißen: Die vier Einfallsstraßen Witzheldens – also Haupt−, Burscheider−, Solinger− und 

Leichlinger Straße – sind mit je einem etwa ein Meter hohem Ortseingangsstein geschmückt. Als 

Einweihungsort gestern diente der Vorgarten der Familie Steinberg in der Leichlinger Straße. Dort hat der 

mit seinen rund 1000 Kilogramm Schwerste und Größte unter den vier Findlingen seinen Platz. 

Die Steine, bestehend aus bergischer Grauwacke, tragen das Witzheldener Wappen, den Schriftzug 

„Witzhelden“ und die Jahreszahl 1184, als der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. 

„An historische Wurzeln erinnern“ 

„Die Witzheldener selbst sollen die Steine an ihre tiefen historischen Wurzeln erinnern“, erläuterte Dr. Ulrich 

Braun, Vorsitzender des Verkehrs− und Verschönerungsverein (VVV) Witzhelden, bei seiner 

Eröffnungsrede, zu der die Bewohner des Dorfes zahlreich erschienen waren. Zudem solle der Charakter des 

Höhendorfes mit seiner langen und eigenwilligen Tradition unterstrichen werden, betonte Braun weiter. 

Zwölf Jahre hat die Verwirklichung des Projektes in Anspruch genommen. Die damalige Erntekönigin Sigrid 

Weltersbach hatte die Idee zu den Ortseingangssteinen dem Vorstand des VVV vorgetragen. Der zweite 

Vorsitzende, Stefan Becker, hatte sich dem Projekt angenommen und buchstäblich den „Stein schließlich ins 

Rollen gebracht“, sagte Ulrich Braun. 

Gefolgt sei ein steiniger und langer Weg durch die Instanzen. Die Finanzierung der Steine stemmte der 

Verein selbst, unter anderem hatte Sigrid Weltersbach eine Buttonaktion gestartet, bei dem Geld gesammelt 

worden war. Für die Arbeiten an den Findlingen war der Steinmetz Egbert Mainzer verpflichtet worden. Der 

Leichlinger wendete pro Findling rund zweieinhalb Stunden Arbeit auf – ehrenamtlich. „Man muss eben 

auch etwas für die Gemeinde tun“, betonte Mainzer, der weiß, was die Steine ausmachen: „Sie sehen einfach 

zeitlos aus“. 

Rheinische Post, DC5 12/15/09 15:38:11 1/2

Bürgermeister Ernst Müller sprach den Bewohnern des Höhendorfes bei der Einweihung seine 

Glückwunsche aus: „Diese Steine sind Symbole für den Zusammenhalt in Witzhelden und stehen für die 

Beständigkeit dieses Ortes.“ Weiterhin hob er die Kreativität der Witzheldener hervor. 

Die Einweihung der vier Ortseingangssteine stellte den „kraftvollen Schlusspunkt“ (Ulrich Braun) der 

Festlichkeiten zum 825−jährigen Bestehen des Höhendorfes dar. In den vergangenen Monaten war der 

Geburtstag des Ortes unter anderem mit einem großen Marktplatzfest, der Einweihung der